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Die 60 Jahr Feierlickeiten anläßlich der Landung der Alliierten in der Normandie stellten, wie fast üblich, die Rolle der USA bei dieser Operation in den Vordergund. Etwas in den Hintergrund rückte dabei mal wieder die Rolle der britischen Verbündeten, die zwischen dem 06. - 16. Juli in etwa die gleiche Zahl an Soldaten anlandeten wie die Amerikaner. Bei den Fahrzeugen waren es sogar ca. 11.000 mehr (46.000 zu 35.000).
Das kürzlich erschienene Buch "British Tanks in Normandy" von Ludovic Fortin, würdigt ausnahmsweise einmal speziell die Rolle der britischen Invasionsteilnehmer, hier spezialisiert auf die Panzerverbände.
Die 180 Seiten im Format A4+ werden nicht nur militärhistorisch interessierte begeistern, sondern auch die Modellbauer kommen dank unzähliger Bilder in erstklassiger Qualität voll auf Ihre Kosten.
Fortin folgt einer logischen Gliederung.
Der erste Teil beschreibt die im Sommer 1944 in der Normandie eingesetzten gepanzerten britischen Divisionen und Brigaden.
Beschrieben werden die einzelnen Einheiten mit einem kurzen Abriss der Zeit von deren Aufstellung bis zum Einsatz in Frankreich. Folgend werden die Operationen an denen die Division / Brigade im Invasionssommer teilnahm beleuchtet.
Eine kurze Vorstellung der in der Einheit zusammengefassten gepanzerten Regimenter und eine Gliederung schließen die einzelnen Kapitel ab.
Im zweiten Teil werden die von britischer Seite eingesetzten Kampf- und Unterstützungspanzer vorgestellt. Spätestens hier werden alle Modellbauer mit Interesse an britischen Fahrzeugen voll auf ihre Kosten kommen.
Es wird kurz die Entwicklungsgeschichte der einzelnen Fahrzeuge und deren Weiterentwicklungen eingegangen. Es handelt sich erfreulicherweise nicht um eine Lobhuldigung der Fahrzeuge, da auch deren schwächen nicht unerwähnt bleiben.
Besonders positiv fällt an diesem Kapitel auf, das nicht nur die weitestgehend bekannten Panzer wie Cromwell, Sherman, Sherman Firefly und Churchill vorgestellt werden, sondern auch seltenere Fahrzeuge kommen zu ihrem Recht, wie etwa: Achilles, Centaur & Crusader AA, Challenger.
Natürlich bleibt auch die gesamte Palette der "Funnies" nicht ungenannt ( u.a. Sherman Crab, Sherman DD, Churchill Carpet Layer und Crocodile).
Abgerundet wird dieses Kapitel durch einige Farbzeichnungen der Fahrzeuge.
Das letzte Kapitel behandelt u.a. die eingesetzten Taktiken und deren Anpassung durch Einflüsse wie Gelände und auftreten von Feindpanzern wie Tiger und Panther.
Des weiteren wird das Leben und Gefahren der britischen Panzersoldaten aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.
Sehr positiv auch hier die durchaus kritische Betrachtung der Taktik und oftmals überhebliche Einstellung der Alliierten, die zu hohen Verlusten führte.
Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Kauf. Einige englisch Kenntnisse sollten vorhanden sein, da das Buch komplett in englisch gehalten ist.
Preislich liegt das Buch bei round about 40,- Euro, die aber aufgrund der sehr guten Bilder und informativen Texte gut angelegt sind.
© Frank Plag 2005
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