Schon der Name dieses außergewöhnlichen Fahrzeugs klingt recht exotisch.
Der RAM-Kangaroo entstand aus dem Mangel an Truppentransportern. Die Zusammenarbeit von Infanterie und Panzereinheiten wurde auf alliierter Seite während des Krieges immer weiter verstärkt. Die schnellen Raumgewinne der Panzereinheiten machten ein rasches Nachführen der Infanterie notwendig, um das gewonnene Terrain zu sichern.
Da geeignete Truppentransporter fehlten, wurde improvisiert. Schon während der Ausbruchskämpfe in der Normandie (Operation Totalize) haben kanadische Verbände die Kanonen aus ihren "Priest"-Selbstfahrlafetten ausgebaut und diese als Mannschaftstransporter verwendet.
Die Priests waren jedoch rar und eigentlich zu schade für eine solche Verwendung. Aus diesem Grunde griff man auf die RAM-Panzer zurück, die zu Ausbildungszwecken nach England verbracht worden waren, aber inzwischen als veraltet galten.
Die Umbaumaßnahmen beschränkten sich auf das Ausbauen des Turmes und Anbringen von Haltegriffen für die Mannschaft.
Die Größe der Besatzung schwankt zwischen zwei Mann im Panzer und 8 - 11 Schützen. Entgegen anderer Aussagen scheint es sicher, dass innerhalb des Fahrzeuges keine weiteren Änderungen (Sitze, Bänke o.ä.) vorgenommen wurden.
Der kleine Schwenkturm mit MG auf der linken Seite war ideal, um den ausbootenden Infanteristen Deckungsfeuer zu geben.
Ein Manko ist in dem offenen Kampfraum zu sehen, der wie bei jedem Fahrzeug dieser Bauart die Gefahr hineingeworfener Handgranaten oder Brandsätze birgt.
Es wurden mehr als 200 dieser Fahrzeuge eingesetzt.
Der RAM ist sowohl in der Literatur als auch in der Palette der Modellbausätze selten anzutreffen.
Ich habe einen Bausatz der Marke Resicast erstanden und im Rahmen meiner Suche nach Vorbildfahrzeugen bin ich auf den RAM-Kangaroo in Mill, Holland, gestoßen.
Da an dem Sonntag, an dem ich das Fahrzeug fotografiert habe, ein Tag des Denkmals in Holland war, habe ich es mir verkniffen auf den Panzer zu klettern.
Natürlich hat der Kangaroo nicht die Bedeutung eines Shermans oder Stuarts erlangt. Trotzdem, oder gerades deshalb, möchte ich die Bilder des Fahrzeuges des 1st Canadian Carrier Regiments, ausgestellt in MILL, Holland, hier zeigen.
Inzwischen habe ich einen Hinweis erhalten, dass die "175" nicht zu dem 1. Carrier Regiment passt. Es muss stattdessen eine 157 sein!
Weitere Infos und vor allem tolle Bilder von der Restauration findet Ihr hier: http://www.mapleleafup.org/vehicles/restorations/restore7.html .
Die extrem niedrige Siluette fällt dofort ins Auge. Kunststück ohne Turm ... Das Fahrzeug von rechts, hinten. Auffallend ist, dass die Luke auf der rechten Seite, wie man sie bei Standard-RAMs findet, nicht (mehr) vorhanden ist. Der Blick auf die geteilte Getriebebox. Die Ableitung des RAMs aus der M3 - Reihe wird hier besonders deutlich. Man kann gut erkennen, dass Kettenbadeckung und Stuakasten eine Einheit bilden. Da das Fahrzeug zum 1. Canadian Carrier Regiment gehört, muss statt der 175 aber wohl eine 157 stehen. Der rechte Scheinwerfer mit Schutzbügel. Und das ganze auf der linken Seite. Die Fahrerluke. Die Canadier sind laut Vorschrift mit Helm ins Gefecht gefahren und der eingeschweißte Helm soll den Fahrer andeuten. Sieht trotzdem irgendwie komisch aus... Hier das rechte Ende... ... hier das linke. Der Übergang von Fahrerluk zum Kommandantenturm. Den Verwendungszweck des Sockels kenne ich nicht genau. Antenne? Inzwischen habe ich genauere Infos: Der Sockel dient der Aufnahme einer Antenne. Das Dazugehörige Funkgerät dient der Kommunikation zwischen Fahrzeugen. (s. a. http://www.mapleleafup.org/vehicles/restorations/restore7.html) Hier der Turm des Kommandanten mit dem MG.
Die Linke Fahrzeugseite.
Noch einmal das Heck von links.
Der Staukasten vorne rechts.
Und hier noch einmal der rechte, vordere Staukasten und seine Monatge am Fahrzeug.
Die rechte Kettenbadeckung.
Nochmal die Getriebebox. Zu beachten sind die Nummern der Gußteile..
Die Stange zwischen dem linken und rechten Staukasten.
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